Der Verein und das Tierheim



Gegründet wurde der Verein 1908 von dem Bückeburger Regierungsbaurat Otto Werder. Als Unterkunft für die herrenlosen Vierbeiner diente seinerzeit eine selbstgezimmerte Baracke. Erst Jahre später wurde unter dem damaligen Vorsitz von Marianne Riehl, die für ihre unermüdliche ehrenamtliche Tierschutzarbeit mit der Bundesverdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, auf dem Gelände an der Straße Am Hasengarten ein größeres Tierheim und ein Haus für die Tierpflegerin gebaut.

Auf Wunsch der Stadt Bückeburg musste das Heim für Tiere einem fleischverarbeitenden Betrieb weichen. Mitte der 90er Jahre konnte das jetzige Tierheim an der B 65, idyllisch gelegen zwischen Bückeburg und Porta Westfalica, nahe dem Segelflugplatz, bezogen werden.

Unser Tierheim verfügt neben den Hundeboxen und einem Katzenhaus mit einem abgeschlossenen Katzen-Außengehege über weitläufige Auslaufflächen für Hunde. Im Oktober 2006 konnten wir eine neue, separate Katzenquarantäne mit 24 Boxen einweihen. Der Bau dieses Hauses wurde möglich durch viele große und kleine Spenden, sowie der finanziellen Unterstützung des Verbandes Niedersächsischer Tierschutzvereine, dem wir angehören.

Durchschnittlich sind bei uns etwa 60 Hunde und bis zu 100 Katzen vorübergehend untergebracht. Die Zahl der aufzunehmenden Katzen erhöht sich in bedauerlicher Regelmäßigkeit aufgrund der ausgesetzten Katzenbabys im Mai und Oktober drastisch. Jährlich werden etwa 260 Hunde und etwa 300 Katzen in ein neues Zuhause vermittelt.

Für Kaninchen und Meerschweinchen war bisher ein besonderer Raum eingerichtet, der dringend für andere Dinge benötigt wird. Das soll sich demnächst ändern, denn unser Verein hat damit begonnen, für diese Spezies die „Villa Möhre“, ein Holzhäuschen, für die Unterbringung zu bauen.

Auch haben wir häufig und auch gern, vor allem in der Urlaubszeit, Pensionshunde bei uns zu Gast. Sollte das Tierheim einmal überbelegt sein, wird notgedrungen zusammengerückt. Kein Tier wird aus Kosten- oder Platzgründen eingeschläfert. Es sei denn, eine schwere Krankheit lässt dem Tierarzt oder der Tierärztin keine andere Wahl.

Die große Anzahl der bei uns untergebrachten herrenlosen Vierbeiner aus sechs der uns angeschlossenen Städte und Kommunen, das Tierheim sowie das großflächige Außengelände werden aus Kostengründen mit einem Minimum an Personal gepflegt.

Der Vorstand, die engagierten Hundeausführer und „Streicheltanten“, die tagtäglich um das Wohlergehen der Tiere bemüht sind, arbeiten komplett ehrenamtlich, denn wir müssen Jahr für Jahr um unsere Existenz kämpfen. Eine Existenz, die von den schmalen Zuwendungen der Öffentlichen Hand und noch mehr von Spenden abhängig ist.

Ohne gut gemeinte Geld- und Sachspenden wäre es uns unmöglich, einen Betrieb in dieser Größe aufrecht zu erhalten. Die Zuweisungen der Kommunen und Mitgliedsbeiträge decken nur knapp ein Drittel der Kosten.



                                         Der Vorstand
 


  (v.l.)
  Heide Burmester, Stv. Schatzmeisterin
  Petra Busche,      Schiftführerin
  Barbara Witt,       Stv. Vorsitzende
  Monika Hachmeister, 1. Vorsitzende
  Michael Meißner,  Stv. Schriftführer
  Kurt Wiegand       Schatzmeister
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